| Auch Sumak, Essigbaum, Färberbaum, Gerbersumach oder Sizilianischer Zucker genannt |
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Lateinisch: Englisch: Spanisch: Französisch: Italienisch: | Rhus coriaria
Linne Sumac, Sicilian Sumac Zumaque Sumac Sommacco |
Pflanzenfamilie: Anacardiaceae (Sumachgewächse)
Verwendet werden die getrockneten Früchte im Ganzen, geschrotet oder auch als Pulver. Der Geschmack ist als säuerlich und herb zu bezeichnen. Im Mund entwickelt er eine astringierende Wirkung.
Die Sumachgewächse sind eine weitverbreitete Pflanzenfamilie welche den Ahorngewächsen ähnlich ist und mit fast 600 Arten auf fast allen Kontinenten zu finden sind. Auch andere wertvolle Obstbäume, wie zum Beispiel der Mangobaum gehören dieser Gattung an.
Vielerorts wird die Pflanze aufgrund ihrer dekorativen Wirkung angepflanzt, denn als Gewürz werden lediglich die roten Beerenfrüchte der Sorte coriaria verwendet. Es ist große Vorsicht geboten, da einige, hauptsächlich in Nordamerika verbreitete Sorten nicht nur ungeniessbar sondern extrem giftig sind. Schon die alten Griechen verwendeten den Gerbersumach zur Erstellung von Gerbsäure, außerdem wird aus Rinde und Blättern der Gewächse Lack und Wachs, sowie ein rötlich-braunes Färbemittel gewonnen.
Der im Herbst feurig rot verfärbte Strauch mit behaarten Ästen und Fiederblättern wird bis zu 3 Meter hoch und ist eine besondere Zierde. Aus den kleinen gelblichen von Juni bis Juli blühenden, in Rispen zusammengefassten Blüten, entstehen die roten Früchte. Nach der Ernte im Frühherbst werden diese getrocknet und als Ganzes oder gemahlen verwendet.
Rhus coriaria Linne, die essbare Art, wächst in wilder und in kultivierter Form im südlichen und östlichen Mittelmeerraum; so auch in den felsig-trockenen Regionen Süditaliens und Siziliens. In Libanon fehlt sie in fast keinem Garten und auch in der Türkei, im Iran und in Syrien findet man sie häufig. Die hoch-wertigsten Früchte wachsen jedoch in den Höhenlagen im Landesinneren und benötigen viel Wärme.
Sumach ist ein interessantes Gewürz welches es zu entdecken gilt. Die Verwendung in Mitteleuropa ist viel zu selten, dabei stellt es eine echte Bereicherung für eine interessante Küche dar. Seine herbe und fruchtige Säure ist weniger scharf, als die von Essig oder Zitrone.
Die Röme Europa noch unbekannt war. Das frische, säuerliche Gewürz stand bei ihnen hoch im Kurs. Noch größere Bedeutung hat Sumach jedoch seit jeher in der Arabischen Küche und im Vorderen Orient. Allerdings gibt es auch schon Belege aus dem 12. Jahrhundert für den Sumachanbau in Spanien durch die Mauren. Wieder durch den Einfluß der Mauren erhielt man die Sumachbeeren im 16. Jahrhundert in mitteleuropäischen Apotheken. In Griechenland ist die Pflanze seit Jahrtausenden als Gewürz bekannt.
Sumach ist fester Bestandteil der Gewürzmischung »Satar«, auch Zahtar genannt, wobei das Pulver mit Sesamsamen und gemahlenem Thymian vermischt wird. Außerdem wird die Würze gerne zur Säuerung in indische Currypulver gegeben.
In gemahlenem Zustand verwendet, zum Einreiben von Grillfleisch, Geflügel und Fisch oder aufgelöst für Saucen und Dips - auch gern mit Joghurt - oder in Marinaden, kann Sumach an fast alle Speisen gegeben werden, bei denen dezente Säure gefragt ist. Er wird auch für Reis oder Linsen verwendet.
- Eine Marinade lässt sich herstellen, indem Sie die zerdrückten Beeren oder das Pulver mit heißem Wasser übergießen und ca. 20 Minuten ziehen lassen.
Die Heilkräfte von Sumach:
Erfrischend und verdauungsfördernd. Vor allem in deftigen Speisen verwendet wirkt das Gewürz vorbeugend gegen Darmerkrankungen und Verdauungsprobleme. Auch Durchfall sowie Hämorrhoiden und Entzündungen der Harnwege werden mit den Wurzeln oder den Beeren des Strauches behandelt.Andere Sumacharten sind Bestandteil verschiedener Kräuterarzneien, welche bei Husten oder Halsentzündungen verwendet werden. Nordamerikanische Indianer nutzten die Beeren für Umschläge gegen Hautreizungen durch giftige Pflanzen und für saure aber stärkende Getränke.
Achtung! Wir möchten hier jedoch noch einmal daraufhinweisen, daß es einige hochgiftige Sumachgewächse gibt, welche auch leicht verwechselt werden können. Halten Sie sich und vor allem Ihre Kinder fern von den hübschen Ziersträuchern, sie können extreme Hautverätzungen und Verbrennungen verursachen.










