| Auch Peterwurz, Peterling, Suppenwurzel |
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crispum Parsley Perejil Persil Prezzemolo |
Petersilie stammt aus dem Mittelmeerraum und ist in Europa schon von altersher be-
kannt. In Griechenland galt sie als heiliges Kraut, man trug Kränze aus Petersilie bei Gastmählern
und setzte erfolgreichen Sportlern Siegerkränze aus Petersilie aufs Haupt. Sie galt den Griechen als
Symbol der Freude und Festlichkeit. Schon im 3. Jahrhundert v. Chr. wurde sie in einem griechischen Kochbuch erwähnt und ist bis heute eines der beliebtesten Küchenkräuter. Vielerorts wird sie immer noch zur Garnierung festlicher Tafeln verwendet.
Petersilie gehört zur Familie
der Apiaceae, der Dolden-blütengewächse, und
strömt ein würziges Aroma aus. Die glatte
Petersilie ist kräftiger im Geschmack und hat ein
wesentlich feineres Aroma als die krause Petersilie.
Es ist ein dankbares Kraut, welches fast überall
ganzjährig wächst. Frische Petersilie, an einen kühlen Ort in
ein Glas mit Wasser gestellt, hält lange frisch.Verwendet werden können die Pfahlwurzel, die Blätter und die Samen. Petersilienblätter sind frisch, getrocknet oder tiefgefroren erhältlich. Feingehackt bereichert sie alle Arten von Kartoffelgerichten, aber auch Mayonaisen, Joghurt- und Quarkgerichte, sowie Kräuterbutter und Sa-latsaucen. Beim Kochen verlieren Petersilienblätter viel von ihrem Geschmack und werden daher meist nur roh oder kurz angebraten verwendet. Außer für Suppen: Dort findet Petersilie vor allem in Würzsträussen, dem soge-nannten Bouquet, zusammen mit Kräutern wie Sellerie, Bohnenkraut und Dill seinen Platz. Der Strauß wird mit-gekocht, dann aber nicht mehr mitgegessen. Petersilie ist außerdem Bestandteil der »Fines Herbes«, zusammen mit Schnittlauch, Kerbel und Estragon.
Verwenden Sie die Blätter zu Fisch- und Suppengerichten, zu Geflügel oder auch im Salat.
Die Heilkräfte von Petersilie:
Die Blätter der Petersilie wie auch die Wurzel enthalten ätherische Öle. Hauptbestandteile sind Mystristizin und Terpene, aber auch Apiol, Vitamin C und Stärke. Diese Substanzen wirken harntreibend, schleim-lösend und menstruationsfördernd. Petersilie ist in unseren Breiten eine der ergiebigsten Vitamin C Quellen und wird auch medizinisch als wirkungsvolles, harntreibendes Mittel eingesetzt.
- Stärkend wirken Petersilienstengel (10 Stück) samt Blättern, die mit 1 Liter Wein und zwei bis drei EL Weinessig etwa 10 Minuten auf kleiner Flamme gesiedet werden. Seihen Sie dann ab und verrühren die Mischung mit 300 g echten Bienenhonig. Trinken Sie jeden Tag zwei bis drei EL dieses "Herzens Weines".
- Da Petersilie das B-Vitamin Riboflavin beinhaltet, welches für Ermüdungserscheinungen der Augen verantwortlich sein kann, hilft in solchen Fällen häufig ein Petersilientee. Übergießen Sie zwei TL getrocknete und zerkleinerte Petersilienwurzel mit kochendem Wasser, lassen das 10 Minuten ziehen, dann abseihen. Trinken Sie davon täglich etwa zwei Tassen.
Hexentipp:
Pah ... ein Kraut gegen Hexen und Geister. Nur weil ein Petersiliensamen lange braucht sich zu öffnen, sagte man ihm nach, er wandere sieben mal zu Teufel und zurück bevor er zu Keimen beginne.Abergläubisch wie die Menschen waren galt Petersilie als Unheilbringer: Einen Strauß davon zu pflücken und den Namen einer verhaßten Person zu murmeln sollte ausreichen, um diese schwer krank zu machen oder gar ins Grab zu bringen.










