| Auch Paradieskörner, Guinea oder Alligator Pfeffer genannt | |
|
Lateinisch: Englisch: Spanisch: Französisch: Italienisch: |
Amomum melegueta Melegueta pepper, Grains of paradise Malagueta Graines de paradis, Malaguette Grani de Meleguetta, Grani paradisi |
Paradieskörner sind die kleinen Samen aus einer Kapsel deren Form an Feigen erinnert. Jede Kapsel beinhaltet zwischen 60 und 100 kleine Körner. Genau wie Kardamom gehören sie auch zur Familie der Zingiberaceae, der Ingwergewächse und haben deren beeindruckend schöne und trompetenförmige Blüten. Sie stammen von den tropischen Küsten Westafrikas, von Liberia über Guinea bis hin nach Nigeria, wo sie auch heute noch kultiviert werden.
Bis ins 15. Jahrhundert hinein war dieses feurig-scharfe Gewürz bei uns extrem beliebt - der Seeweg nach Indien war noch nicht gefunden und die kürzere Reise nach Westafrika machte den Melegueta zu einem ernst zu nehmenden Pfeffer Ersatz. Er geriet unverdientermaßen in Vergessenheit und wurde fast nur noch in der westafrikanischen Küche eingesetzt. Die Körner sind relativ scharf, haben jedoch eine angenehm verwirrende, leicht fruchtige Note und einen lang anhaltenden warmen nachgeschmack.
Melegueta paßt gut zu geschmacksintensiveren Gemüsen, wie Tomaten, Auberginen oder Kartoffeln, zu Eintopfgerichten und darf vorallem in der arabischen Küche an Lammschmorgerichten nicht fehlen.










