| Auch Imber bzw. Immerwurzel genannt. |
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Lateinisch: Englisch: Spanisch: Französisch: Italienisch: | Zingiber
officinale Ginger Jengibre Gingembre Zenzero |
Dracunculus stammt von dem griechischen
Wort dracon ab und deutet auf die abwehrende
Wirkung gegen Drachen jeglicher Art hin.
Schon der chinesische Religionsstifter Konfuzius würzte jede seiner Speisen mit Ingwer. Seit mindestens 3000 Jahren ist Ingwer als Gewürz und Heilmittel bekannt und wahrscheinlich war es eines der ersten Gewürze, welches seinen Weg zu uns fand. Ingwer ist leicht zu transportieren und lange haltbar.
Auch wenn wir hierzulande keine wirkliche "Ingwerkultur" haben, so ist es doch eines der weltweit beliebtesten Gewürze.
Heimat dieser schilfartigen Pflanze, die an Schwertlilien erinnert, ist Zentral- und Südasien. Heute wird sie in fast allen Ländern mit tropischem Klima angebaut. Aus Indien, Nigeria, Japan und Brasilien wird die Wurzel exportiert. Der bei uns beliebteste Ingwer stammt jedoch aus Jamaika und ist für sein besonders intensives Aroma bekannt.
Genutzt wird nur sein Wurzelstock (Rhizom).
Die Knollen sind sehr hart und haben eine korkartige
Rinde, sie sind beige bis hellbraun und innen hellgelb
und faserig. Ingwer ist sowohl frisch, getrocknet,
als auch eingelegt zu bekommen. Man findet ihn in Chutneys,
in Sirup oder in Essig. Von fertig geriebenem Ingwer
ist abzuraten, da er sehr viel von seinem ursprünglich
feinem, mildem, leicht zitronig-frischen und trotzdem
würzigen Geschmack und seiner Schärfe verliert.
Er wird sogar etwas süßlich.Viele Kulturen mögen den Ingwer am liebsten roh. In Südostasien wird der frisch geriebene Ingwer kurz vor dem Servieren der fertig bereiteten Speise hinzugegeben. Durch langes Kochen steigert sich die Schärfe und das frische Aroma reduziert sich. So wird in der thailändischen Küche der Ingwer gemeinsam mit den anderen Zutaten zur Currypaste gerührt. Er paßt wunderbar zu cremigen Kokoscurries. Eingelegt in Essig wird er in Japan zu Sushi serviert, um den rohen Fisch und die sehr jodhaltigen Noriblätter bekömmlicher zu machen.
Auch bekannt ist Ginger Ale, ein erfrischendes, alkoholfreies Getränk, das vor allem in den USA sehr beliebt ist. Es wird zwar Ingwerbier genannt, eigentlich handelt sich hier jedoch eher um eine Ingwer Limonade. Im Mittelalter und in der Renaissance wurde Ingwer durchaus auch zum Würzen von Bier verwendet.
Außerdem erfreut er sich als Süßigkeit mit Schokolade überzogen oder kandiert größter Beliebtheit.
Ingwer ist Teil der französischen Gewürzmischung »Quatre-Epices«.
Die Heilwirkung des Ingwer:
Inzwischen ist auch die Heilwirkung des Ingwer
untersucht worden und dieser Pflanze, nach wissenschaftlichen
Erkenntnissen, zuerkannt. In der ayurvedischen Medizin ist
Ingwer als Allheilmittel bekannt. Er ist krampflösend,
schmerzstillend, appetitanregend, verdauungsfördernd,
antibakteriell und schweißtreibend. Er soll aphrodisierende
Wirkung haben. Außerdem hilft er gegen Übelkeit
(Reise-, Seekrankheit!), Schwindel und Husten. Ingwer stärkt
das Immunsystem und ist ein hervorragendes Mittel zur Entgiftung.
Schmerzen, beispielsweise durch Verstauchungen oder Hexenschuß,
Rheuma und auch Menstruationsbeschwerden, sollen gelindert
werden. Ingwer enthält eine leicht blutverdünnende
Wirkung durch die enthaltene Substanz Gingerol, hat also ähnlich
vorbeugende Wirkung gegen Herzinfarkt und Schlaganfall wie
Aspirin. Um Ingwer als Heilmittel zu nutzen, sollten Sie ihn in der Apotheke kaufen. Dort wird gewährleistet, daß genügend ätherische Öle vorhanden sind, die für die Heilwirkung von Nöten sind.
- Als Ingwermilch gegen Erkältung: Kochen Sie einen Becher Milch mit einem Löffel Ingwerpaste auf, süßen Sie bei Bedarf mit Honig und trinken die Milch so heiß und schnell wie möglich.
- Sehr wohltuend ist auch Ingwertee vor, zu oder nach der Mahlzeit, entweder pur oder als grüner Tee gemischt.
- Ein Ingwerbad gegen rheumatische
Gelenkschmerzen und allgemeine Gliederschmerzen:
Kochen Sie dazu zwei Löffel frisch gemahlenen Ingwer mit einem halben Liter Wasser auf und gießen den Sud als Zusatz in die Wanne. Wie jedes medizinische Bad, sollte auch dieses nicht länger als 20 Minuten dauern. Sollten Sie mit Juckreiz reagieren, so beenden Sie das Bad vorzeitig. Manche Menschen reagieren auf die ätherischen Öle allergisch. - Gegen Verstauchungen, Muskel und Gelenkschmerzen helfen Kompressen. Dazu übergießen sie eine Ingwerknolle mit heißem Wasser und lassen diese ca. 15 Minuten ziehen. Mit dem Sud tränken Sie ein Handtuch und legen es, noch möglichst heiß, auf die betroffene Stelle.











