| Auch Cilantro oder Wanzenkraut, bzw. wegen
seiner Ähnlichkeit chinesische oder indische Petersilie
genannt. Die Samen werden auch als Hochzeitskügelchen bezeichnet. |
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Lateinisch: Englisch: Spanisch: Französisch: Italienisch: | Coriandrum
sativum Coriander Corandro cilantro Coriandre Coriandolo |
Der Name Wanzenkraut rührt von den Griechen
her, die den Geruch als unangenehm empfanden.
Koriander ist eines der ältesten bekannten Kräuter und stammt ursprünglich aus Südeuropa und dem Vorderen Orient. Als eines der bitteren Kräuter wurde Koriander schon in der Bibel erwähnt.
Samen fand man bei Ausgrabungen von neolithischen Kulturrelikten.
Und auch die Pharaonengräber zeigen, den geehrten Ägyptern
wurde Koriander ins Jenseits mitgegeben. Es scheint ein dankbares Kraut zu sein und wächst sogar in unseren Breitengraden, die Samen jedoch benötigen wärmeres Klima um ihren Geschmack zu entfalten. Von unreifen Früchten ist aus geschmacklichen Gründen dringend abzuraten.
Die Pflanze gehört zur Familie der Doldenblütler und wird bis zu 60 cm hoch. Juli bis August erstrahlen weiße bis hellrosa Blüten, die leicht gerippte Früchte hervorbringen.
Die Koriandersamen schmecken leicht süßlich, würzig-pikant und weniger speziell, wie das dazu gehörige Kraut, daß für viele Menschen wegen des scharfbitteren Geschmacks etwas gewöhnungsbedürftig ist. Die Samen werden ganz oder gemahlen verwendet und passen eigentlich zu allem. Bei uns werden sie jedoch hauptsächlich als Würze für Spekulatius, Lebkuchen, Pflaumenmus oder aber für Eintöpfe und Pasteten verwendet. Sie sind in fast allen Küchen dieser Welt zu finden, wenn sie auch rund ums Mittelmeer weniger eingesetzt werden.
Korianderkraut wiederum, findet wegen seines Geschmacks etwas
seltener Verwendung. Viel genutzt wird es in der Thai-Küche,
sowie in Brasilien, Mexiko und Indien, aber auch in der arabischen
Küche ist es von größter Bedeutung. Grüner
Koriander ist ein wesentlicher Bestandteil von Curries, Chutneys
und scharfen Salsas.Damit der volle Geschmack zur Geltung kommt, sollte man die Blätter wirklich erst kurz vor dem Servieren über die Speisen geben oder in ein gesondertes Schälchen füllen. Auch gemahlener Koriander verliert sehr schnell an Geschmack und so ist es ratsam, auch die Samen erst direkt vor der Zubereitung zu zerkleinern. Von getrocknetem Koriander ist abzuraten, wenn überhaupt sollte er eingefroren werden.
Sehr delikat soll in Öl eingelegter Koriander schmecken.
Die Heilkräfte von Koriander:
In erster Linie verantwortlich für die gesundheitsfördernde
Wirkung sind die ätherischen Öle, welche sowohl
in den Blättern, als auch in den Früchten und Samen
der Pflanze zu finden sind.Er soll Appetit- als auch verdauungsanregend sein. Hippokrates verordnete ihn gegen Kopfschmerzen.
Korianderextrakt ist in zahlreichen Medikamenten gegen Magen- und Darmstörungen enthalten. Außerdem wirkt er entzündungshemmend und krampflindernd, sowie stimulierend und Nerven stärkend. Koriander gilt als Heilmittel bei Migräne.
- Koriandertee gegen Migräne. Zerstoßen Sie einen EL Koriandersamen im Mörser, gießen Sie diese mit 500ml Wasser auf und bringen das Ganze zum Kochen. Dann bei kleiner Hitze 15 Minuten lang köcheln und abseihen. Zweimal täglich eine Tasse des Suds, mit Honig gesüßt, trinken.
- Gegen Zahnschmerzen empfiehlt die traditionelle chinesische Medizin (Nein, sie kann den Zahnarzt wohl nicht ersetzen !), 9g Koriandersamen in einen Liter Wasser geben, aufkochen und solange köcheln lassen, bis der Sud auf einen viertel Liter eingekocht ist. Bei Bedarf gurgeln.
- Bei Verdauungsproblemen und Magenschmerzen helfen sich die Chinesen auch mit abgekochtem Korianderkraut, 30-60g am Tag, sollen den Krankheitsverlauf beschleunigen.










